Fussarbeit im Keller


Sind die Trauben einmal im Tank, geht die Handarbeit – oder besser: die Fussarbeit – los. Zweimal täglich steige ich in die gärende Maische und trete die Trauben sorgfältig durch. Was oben schwimmt, wird nach unten gestossen. Die Flüssigkeit von unten kommt wieder nach oben. Mit den Füssen spüre ich, wo die Maische noch nicht gut aufgemischt ist, und welche Trauben noch nicht richtig ausgepresst sind. Die Bewegungen sind langsam und gezielt, denn zu wildes Treten löst die Bitterstoffe aus den Beeren.

Nach knapp drei Wochen ist die Gärung fertig, ich presse den Rest der Flüssigkeit aus und trenne die Flüssigkeit vom Trester. Ich bin wie jedes Jahr gespannt!

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