Ende September 2015, ein prächtiger Samstag nach einem sehr sonnigen und heissen Sommer.  Es war eine wunderbare Ernte: Die Reben strotzten vor Kraft, die Trauben hingen voll und reif. Und dank der langen Hitze im Sommer verging den Suzuki-Fruchtfliegen die Lust, sich zu vermehren. Eine muntere Truppe von Freundinnen und Freunden waren für Lese, Transport und Catering besorgt, so dass es wieder wie immer ein richtiges Erntefest war.

Die Trauben haben heuer schon bei der Ernte einen stolzen Öchslegrad erreicht. Dieses Jahr muss ich den Trocknungsprozess ganz genau beobachten, um genau die richtige Konzentration zu treffen. Viel braucht es diesmal nicht, es ist alles schon angelegt. Ich freue mich sehr auf die feine Arbeit im Keller, das Stösseln und Pressen, das Riechen, Hören und Schmecken. Nur wenn ich mit allen Sinnen dabei bin, weiss ich, wann eingreifen und wann ruhen lassen. Die Balance zwischen kontrollieren und loslassen verlangt viel Aufmerksamkeit. Im Wein wie im Leben.

 

 

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